Bild oben: Eine alte Lebkuchendose im Pfefferkuchenmuseum Pulsnitz in Sachsen. · Foto: Derbrauni, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons
Die gute Nachricht zuerst: Lebkuchen werden an sich nicht schlecht. Sie werden hart. Wer Lebkuchen aufbewahren will, kämpft also nicht gegen das Verderben, sondern gegen das Austrocknen. Mit der richtigen Dose und ein paar Handgriffen bleiben sie lange so, wie sie sein sollen. Hier steht, wie das geht, wie lange Lebkuchen halten und ob man sie einfrieren kann.
Wie lange sind Lebkuchen haltbar?
Eine feste Zahl gibt es nicht, und wir nennen auch keine. Lebkuchen härten mit der Zeit aus, und wie schnell das geht, hängt vor allem von zwei Dingen ab:
- Wie sie gelagert werden. Offen an der Luft trocknen Lebkuchen schnell aus, in einer gut schließenden Dose halten sie viel länger.
- Ob sie geschützt sind. Ein Überzug, zum Beispiel aus Schokolade, hält die Feuchtigkeit im Lebkuchen und schützt ihn vor dem Austrocknen.

Bei gekauften Lebkuchen steht ein Mindesthaltbarkeitsdatum auf der Packung. Das ist kein Wegwerfdatum, sondern sagt nur, bis wann der Hersteller garantiert, dass Geschmack und Konsistenz stimmen.
Und selbst wenn ein Lebkuchen irgendwann zu hart zum Reinbeißen ist, ist er nicht verdorben. Ein Lebkuchenherz vom ersten Date kann bis zur Silberhochzeit an der Wand hängen. Dann ist es eben Deko.
Lebkuchen aufbewahren: die richtige Dose
Am besten wohnen Lebkuchen in einer Blechdose. Das empfiehlt auch Öko-Test: Metalldosen sind ideal, Gläser gehen auch. Plastikdosen, also auch die Tupperdose, sind weniger geeignet, weil sie den Geruch und Geschmack verändern können.

Damit es in der Dose gut klappt:
- Selbstgebackene erst auskühlen lassen. Öko-Test rät, Lebkuchen nach dem Backen einen Tag offen stehen zu lassen und erst dann in die Dose zu legen.
- Weiche und knusprige Sorten trennen. Sonst geben die weichen ihre Feuchtigkeit an die knusprigen ab, und am Ende sind beide nichts Halbes und nichts Ganzes.
- Nicht in den Kühlschrank. Dort ist es für Weihnachtsgebäck zu kalt.
- Dose gut schließen. Je weniger Luft drankommt, desto langsamer trocknen die Lebkuchen aus.
Wenn Lebkuchen hart werden: der Apfel-Trick
Sind die Lebkuchen schon hart geworden, hilft ein Stück Apfel. Leg einen frischen Apfelschnitz mit in die Dose. Er gibt Feuchtigkeit ab, und die Lebkuchen werden nach ein paar Tagen wieder weicher. Wichtig: Der Apfel darf nicht schimmeln. Schau also regelmäßig nach und tausch ihn aus. Mehr Tricks stehen bald in Lebkuchen weich machen.
Kann man Lebkuchen einfrieren?
Nötig ist es nicht. Lebkuchen halten in der Dose lange, und schlecht werden sie nicht. Wer trotzdem einfrieren will, sollte das möglichst frisch tun und nicht erst, wenn sie schon ein paar Wochen alt sind. Für Gebäck mit Schokolade rät Öko-Test vom Einfrieren ab. Lebkuchen mit Schokoladenüberzug bleiben also besser in der Dose.
Kann Lebkuchen schimmeln?
Ein Lebkuchen wird eher hart als schlecht. Aufpassen musst du vor allem bei Feuchtigkeit in der Dose, zum Beispiel durch einen vergessenen Apfelschnitz, der selbst zu schimmeln anfängt. Wenn du Schimmel siehst, gehört der ganze Inhalt der Dose in den Müll, nicht nur das eine Stück.
Lebkuchen aufbewahren wie 1553

Wie man Lebkuchen aufbewahrt, stand schon in einem Kochbuch aus Augsburg. Sabina Welserin schreibt 1553 unter ihr Rezept für Nürnberger Lebkuchen:
„leg 8 oder zechnen aúfainander, winds jn ain bapir, behalts sý an drúcknen orten, das kain lúfft daran kan, so bleiben sý resch“
Das Kochbuch der Sabina Welserin, 1553, Nr. 163
Übersetzt: Acht oder zehn Stück aufeinanderlegen, in Papier wickeln, trocken lagern, damit keine Luft drankommt. Dann bleiben sie „resch“, also knusprig. Damals wollte man Lebkuchen offenbar knackig haben. Der Trick ist aber derselbe wie heute: keine Luft. Wo das Rezept herkommt und was sonst noch darin steht, liest du in unserem Text über Lebkuchen.
Lebkuchen aufbewahren auf einen Blick
- Beste Dose
- Blechdose, notfalls Glas. Plastik kann Geruch und Geschmack verändern.
- Vor dem Einräumen
- Selbstgebackene einen Tag offen auskühlen lassen
- Ort
- Trocken, bei Zimmertemperatur, nicht im Kühlschrank
- Wie lange
- Keine feste Zahl: Lebkuchen werden nicht schlecht, sondern hart
- Länger weich
- Gut verschlossen lagern, ein Überzug hilft
- Schon hart
- Frischen Apfelschnitz in die Dose, regelmäßig tauschen
- Einfrieren
- Nicht nötig, mit Schokolade besser nicht
Tipps zu Dose, Kühlschrank, Apfel und Einfrieren nach Öko-Test. Zur Haltbarkeit: unsere Erfahrung aus der Werkstatt.
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Kurz gefragt
Häufige Fragen
Wie bewahrt man Lebkuchen am besten auf?
In einer gut verschlossenen Blechdose, trocken und bei Zimmertemperatur. Selbstgebackene Lebkuchen lässt man vorher einen Tag offen auskühlen. In den Kühlschrank gehören sie nicht.
Wie lange sind Lebkuchen haltbar?
Lebkuchen werden an sich nicht schlecht, sie härten aus. Wie lange sie schön weich bleiben, hängt von der Lagerung ab und davon, ob ein Überzug sie vor dem Austrocknen schützt. Bei gekauften Lebkuchen steht ein Mindesthaltbarkeitsdatum auf der Packung.
Kann man Lebkuchen in einer Tupperdose aufbewahren?
Es geht, ist aber nicht ideal. Öko-Test rät zu Metalldosen oder Gläsern, weil Plastikdosen Geruch und Geschmack des Gebäcks verändern können.
Kann man Lebkuchen einfrieren?
Nötig ist es nicht, weil Lebkuchen in der Dose lange halten. Wenn, dann möglichst frisch einfrieren. Gebäck mit Schokolade sollte laut Öko-Test nicht eingefroren werden.
Was hilft, wenn Lebkuchen hart geworden sind?
Ein frischer Apfelschnitz in der Dose. Er gibt Feuchtigkeit ab, die Lebkuchen werden nach ein paar Tagen wieder weicher. Den Apfel regelmäßig kontrollieren und austauschen, damit er nicht schimmelt.
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